TU Darmstadt eröffnet Metal Energy Hub für klimafreundliche Energiespeicherung

Förderung duch die EU und das Land Hessen mit drei Millionen Euro

18.11.2025

TU Darmstadt bündelt ihre Forschung zu metallischen Energieträgern im neu gegründeten Metal Energy Hub (MEH), der auf dem Campus Lichtwiese eröffnet wurde. Das RSM freut sich Teil des neu gegründeten Metal Energy Hubs zu sein. Das Zentrum erhält drei Millionen Euro Förderung vom Land Hessen und der EU. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori besuchte die Universität zur Übergabe des Förderbescheids und zum Start einer Pilotanlage.

Im MEH sollen metallbasierte Energiespeicher für die saisonale Langzeitspeicherung entwickelt werden – eine Herausforderung, die bestehende Systeme wie Batterien oder Pumpspeicher nicht ausreichend lösen können. Eisenpulver gilt dabei als vielversprechender Energieträger: Es lässt sich sicher lagern, leicht transportieren und erzeugt bei der Verbrennung CO₂-freie Wärme.

Die neue Pilotanlage verbrennt mehrere Hundert Kilogramm Eisenpulver pro Stunde und erreicht eine Leistung von einem Megawatt. Damit wird die semi-industrielle Skalierung möglich und eröffnet die Chance, ehemalige Kohlekraftwerke zu CO₂-freien Eisenkraftwerken umzurüsten.

„Insbesondere bei hoch relevanten Themen wie der Energiewende ist es wichtig, den Forschungstransfer parallel zur Grundlagenforschung zu betreiben“, sagt Professor Thomas Walther. Der MEH sei ein Beispiel dafür, „dass Forschungsstärke und xchange Hand in Hand gehen und sich so Innovationen mit echtem Impact entwickeln.“

Koordinator Professor Christian Hasse betont: „Wir bauen auf die erfolgreiche Forschung mit unseren Partnern, etwa dem Karlsruher Institut für Technologie, im Projekt Clean Circles auf. Mit dem Metal Energy Hub schaffen wir nun die Plattform, um metallische Energieträger zur industriellen Anwendung zu bringen.“

Technologiemanager Marius Schmidt ergänzt: „Die Ein-Megawatt-Pilotanlage ist ein entscheidender Schritt dahin. Über unser Partnernetzwerk bringen wir Forschung, Industrie und Politik zusammen – damit aus der Technologie schnell marktfähige Lösungen werden.“

Mehrere Fachgebiete der TU sowie Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik arbeiten gemeinsam daran, technische Konzepte weiterzuentwickeln, wirtschaftliche Potenziale zu analysieren und den Markteintritt metallischer Energieträger vorzubereiten.
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