Untersuchung von Schutzmasken hinsichtlich Partikelfilterung

RSM untersucht sterilisierte Schutzmasken mithilfe einer laserbasierten Partikel-Visualisierungs-Methode

30.04.2020

Untersuchungen der TU Darmstadt im Auftrag des Alicen-Hospitals haben gezeigt, dass Atemschutzmasken vom Typ FFP-2 auch mehrfach benutzt werden können, sofern sie zuvor einem Sterilisationsprozess unterzogen wurden. Neben elektronenmikroskopischen Untersuchungen am Zentrum für Konstruktionswerkstoffe wurden dazu strömungstechnische Analysen am Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik durchgeführt. Zum Einsatz kam dabei lasermesstechnische Ausrüstung, welche im alltäglichen Forschungsbetrieb am RSM zur Untersuchung reaktiver Strömungen eingesetzt wird, sowie eine speziell für diesen Zweck konzipierte Messapparatur (vgl. Abbildungen). Diese ermöglichte es, Proben aus Maskenmaterial in einem optisch zugänglichen Strömungskanal mit einem Prüfaerosol (Luftstrom mit dispergierten Feststoffpartikeln) zu durchströmen. Die messtechnische Erfassung der Partikel kurz vor und hinter der Probe erfolgte durch Aufnahme der Mie-Streuung von Laserlicht an den Partikeln mithilfe einer sCMOS-Kamera. Anhand der Aufnahmen konnte die Partikelbeladung der Luft vor und hinter der Probe bestimmt und damit auf die Partikelfilterung geschlossen werden. Zudem ermöglichten zwei Druckmessstellen an der Messapparatur die Bestimmung des Druckabfalls über die Probe. Die Auswertung dieser Maskeneigenschaften für alle untersuchten Proben zeigte, dass im Rahmen der Testbedingungen auch nach der Anwendung von bis zu zehn Sterilisationsbehandlungen kein Einfluss auf die Filterwirkung der Atemschutzmasken festzustellen ist.