Neue Studie von Christof Bauer untersucht Auswirkungen der Wachstumsinitiative auf negative Strompreise

Zusätzliche Maßnahmen nötig, um negative Strompreise trotz geplanter Regierungsinitiativen zu reduzieren.

22.08.2024 von

Eine neue Studie von Christof Bauer, RSM-Professor und Energieberater, zeigt, dass die geplanten Regierungsmaßnahmen nicht ausreichen, um negative Strompreise im Kurzfristmarkt wirksam zu senken. Weitere Schritte sind erforderlich, um die finanziellen Belastungen zu mindern.

Christof Bauer, Honorarprofessor am Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik (RSM) der TU Darmstadt und Executive Advisor Energy bei Infraserv Höchst, hat im Auftrag des Handelsblatts eine Kurzstudie zu den Auswirkungen der Wachstumsinitiative der Bundesregierung auf die Häufigkeit negativer Strompreise am deutschen Kurzfristmarkt veröffentlicht.

Die Studie von Christof Bauer untersucht, wie sich die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen, wie die Aussetzung der EEG-Förderung bei negativen Strompreisen ab der ersten Stunde und die Absenkung der Schwelle für die Direktvermarktung auf 25 kW, auf den Strommarkt auswirken könnten. Bauer stellte fest, dass diese Schritte allein nicht ausreichen werden, um die finanzielle Belastung des EEG-Kontos deutlich zu reduzieren. Die Änderung der EEG-Förderung wird voraussichtlich nur einen geringen Effekt haben, da sie nur wenige Stunden mit negativen Strompreisen betrifft. Auch die Absenkung der Direktvermarktungsgrenze wird zwar mehr Anlagen betreffen, aber allein das Verhalten der Betreiber kleinerer Anlagen nicht entscheidend verändern. Ohne weitere Maßnahmen, wie z.B. eine technische Begrenzung der Einspeisung bei negativen Preisen oder zusätzliche Kosten für die Einspeiser, könnte das Problem negativer Strompreise bestehen bleiben oder sich sogar verschärfen.

Die Studie hat bereits erhebliche Resonanz in den Medien erfahren:

Die vollständige Studie steht hier zum Download (wird in neuem Tab geöffnet) bereit.